Satzung

der

Sankt Sebastian Schützenbruderschaft zu Gehrden

vor 1677 e. V.

Entwurfsfassung

-Stand vom 10. November 2013-

Präambel

Die Anfänge des Schützenwesens in Gehrden liegen im tiefen Dunkel. Unterlagen in Archiven, soweit überhaupt vorhanden, wurden im Laufe der Geschichte durch Kriege, Brände oder aus Unachtsamkeit vielfach vernichtet oder sind abhanden gekommen.

Nur wenige Schützengesellschaften lassen sich aufgrund ihres spezifischen Schutzauftrages der damaligen Städte bis ins 13. und 14. Jahrhundert zurückverfolgen.

Eine Schützengesellschaft in Gehrden wird im Generalmobilmachungsplan für das Hochstift Paderborn aus der Zeit um 1590 genannt. In den Wirren des 30-jährigen Krieges gingen die Statuten der Schützengesellschaft unter. Nach neuerer Urkundenlage lässt sich für 1651 eine Schützengesellschaft in Gehrden belegen.

Auf Gesuch der Äbtissin des Klosters Gehrden bestätigte der Landesherr und Fürstbischof von Paderborn im Jahr 1677 und 1694 die neu gefassten Privilegien.

Bis zur Zeitenwende vom 18. zum 19. Jahrhundert hatten die Schützen unterschiedliche Bedeutung, - je nach kriegerischen Zeiten und politischer Lage, nach Macht, Einfluss und Auffassung der Fürsten und Könige- vielfach zur Wahrung von Recht und Ordnung.

Die im Jahre 1810 durch Dekret des Königs von Westfalen, Jerome, aufgehobene Schützengesellschaft zu Gehrden wurde im Jahre 1823 restituiert, und die neuen Statuten 1843 durch den Landrat des Kreises Warburg genehmigt. Im Jahre 1843 gründet sich auch eine St. Gereon Junggesellen Schützengesellschaft.

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges und der bedingungslosen Kapitulation zum 8. Mai 1945 wurde den Alliierten Siegermächten das Recht eingeräumt, alle politischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten zu regeln. Sie richten im Juni des gleichen Jahres in den Besatzungszonen zentrale Militärregierungen ein, die in ihren Sektoren durch Verordnung jegliches Schützenwesen untersagen. Durch die Britische Militärregierung wird die Schützengesellschaft Gehrden im Jahre 1945 verboten und im Jahre 1949 als Schützenbruderschaft wieder gegründet. Sie ist seit 1988 Mitglied im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e. V. Köln (Mitgliedsnummer 50811).

§ 1

Name und Sitz

(1) Der Verein führt den Namen

Sankt Sebastian Schützenbruderschaft Gehrden vor 1677 e. V.“

undist unter diesem Namen im Vereinsregister des Amtsgerichts Paderborn eingetragen.

(2) Die Sankt Sebastian Schützenbruderschaft Gehrden vor 1677 e. V. hat ihren Sitz in 33034 Brakel-Gehrden. Sie ist Mitglied im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e. V. Köln (Mitgliedsnummer 50811).

(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2

Wesen und Aufgaben

(1) Die Sankt Sebastian Schützenbruderschaft Gehrden vor 1677 e. V. –wird nachfolgend Schützenbruderschaft genannt - ist eine Vereinigung von Männern, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e. V. Köln bekennt.

(2) Getreu dem Wahlspruch des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften: „Für Glaube, Sitte und Heimat“ stellen sich die Mitglieder folgende Aufgaben:

1.0. Bekenntnis des Glaubens

1.1. durch christliche Lebensführung,

1.2. durch Ausgleich sozialer und konfessioneller Spannungen im Geiste echter Brüderlichkeit.

2.0. Schutz der Sitte

2.1. durch Eintreten für die Grundprinzipien der Ordnungs- und Wertvorstellungen, auf denen die freiheitliche und rechtsstaatlicheDemokratie in der Bundesrepublik Deutschland beruht sowie für christliche Werte und Kultur als Regeln des Zusammenlebens (Ethik, Recht, Religion, Sprache und Schrift)

2.2. durch Pflege von Tradition, Geschichte und Förderung von Erziehung, Bildung, Kunst, Wissenschaft und Religion,

2.3. durch eine bewusste Haltung gegenüber moralischen und ethischen Forderungen, Übernahme sozialer Verantwortung sowie Verpflichtung zu gesellschaftlicher Korrektheit.

    1. durch Beachtung des Natur- und Umweltschutzgedankens

    2. durch Achtung und Bewahrung der Schöpfung,

2.6. durch Einsatz für das Wohl der Kinder und Jugend insbes. unter Achtung der Kinder- und Jugendschutzgesetze.

3.0. Liebe zur Heimat

3.1. durch Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewusstem Bürgersinn,

3.2. durch Pflege geschichtlicher Überlieferung und althergebrachten Brauchtums.

(3) Die Schützenbruderschaft bekennt sich zur Gewissensfreiheit und Toleranz in religiösen und weltanschaulichen Angelegenheiten.

(4) Festtage der Schützenbruderschaft sind nach altem Herkommen:

1. der Sankt Sebastianstag (20. Januar) mit dem damit verbundenen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ in Gehrden um den Sebastianstag oder an dem darauf folgenden Samstag und der anschließenden Jahreshauptversammlung,

2. das Fronleichnamsfest der katholischen Pfarrgemeinde „St. Peter und Paul“ mit Beteiligung an der Fronleichnams-Prozession,

3. das Patronatsfest der katholischen Pfarrgemeinde „St. Peter und Paul“ am 29. Juni oder an dem darauf folgenden Sonntag mit Beteiligung an der Patronats-Prozession,

4. das Vogelschießen am Patronatsfesttag Peter und Paul, am 29. Juni, oder an dem darauf folgenden Sonntag,

5. das Schützenfest als Heimatfest mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul – in der Regel 14 Tage nach dem Vogelschießen.

§ 3

Gemeinnützigkeit

(1) Die Schützenbruderschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO).

(2) Der Zweck des Vereins ist

a) die Pflege und Förderung des traditionellen Brauchtums (Heimatpflege und Heimatkunde).

Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • Historisches Schießspiel wie beispielsweise den Vogelschuss mit Armbrust,

  • Fahnenschwenken,

  • Ausrichtung und Durchführung von traditionellen Brauchtumsveranstaltungen und Festumzügen.

b) die Pflege und Förderung des Sports.

Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • die Ausübung des Schießsports. Hierunter fallen die Ausübung und Ausrichtung von Wettkämpfen sowie die Unterhaltung von Schießstandanlagen.

c) die Pflege und Förderung von Kunst und Kultur.

Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • Pflege und Erhaltung von historischen Kulturgegenständen wie beispielsweise Fahnen, Schützensilber, Urkunden und Aufzeichnungen oder sonstiger Gegenstände des traditionellen Brauchtums

d) die Pflege und Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde.

Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • Überlieferung, Pflege und Leben der althergebrachten Traditionen und christlichen Werte, um diese für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und diesen Generationen aktiv die Heimat als sozialen Erfahrungs- und Zugehörigkeitsraum mit all ihren geschichtlichen und kulturellen Traditionen zu vermitteln.

(3) Die Schützenbruderschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(4) Mittel der Schützenbruderschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Bruderschaft.

(5) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Bruderschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(6) Die Schützenbruderschaft darf ihre Mittel bis zu höchstens 50% an andere steuerbegünstigte Körperschaften weiterleiten.

§ 4

Aufbau

(1) Die Schützenbruderschaft untergliedert sich in drei Abteilungen: Altschützen, Jungschützen und Sportschützen. Die Jungschützen und Sportschützen sind nichtselbständige Unterabteilungen des Vereins.

(2) Die Jung- und Sportschützenabteilungen wählen Ihre eigenen Vorstände. Die jeweiligen Vorsitzenden, als Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes, müssen von der Mitgliederversammlung bestätigt werden.

(3) Die Zusammensetzung der Vorstände wird in § 13 ff. sowie in der jeweiligen Geschäftsordnung der Abteilung geregelt.

Die Arbeit der einzelnen Abteilungen richtet sich nach deren Geschäftsordnung. Besteht diese für die Abteilungen nicht, findet die Geschäftsordnung der Schützenbruderschaft Anwendung. Die jeweilige Geschäftsordnung wird vom Vorstand der Abteilung erstellt und genehmigt. Die finale Genehmigung ist vom stimmberechtigten Vorstand der Bruderschaft (§ 13 ff.) mit 2/3 Mehrheit vorzunehmen.

§ 5

Mitgliedschaft

(1) Mitglied kann jede männliche Person werden, die die Satzung der Schützenbruderschaft anerkennt. Sie muss nach christlichen Grundsätzen leben und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sein.

(2) Für die Aufnahme ist ein Antragsformular auszufüllen. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres muss der Antrag zur Aufnahme in die Schützenbruderschaft von dem/den gesetzlichen Vertreter(n) unter-schrieben werden. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand, die durch die Jahreshauptversammlung durch Stimmenmehrheit zu bestätigen ist. Bei Ablehnung kann Einspruch innerhalb einer Frist von einem Monat ab Zugang der Entscheidung beim Vorstand erhoben werden. Über den Einspruch entscheidet der Ehrenrat endgültig.

(3) Das früh möglichste Eintrittsalter ist mit der Vollendung des 12. Lebensjahres erreicht. Im 16. Lebensjahr kann die vollwertige Mitgliedschaft beantragt werden.

(4) Zur aktiven Teilnahme sowie an den Umzügen während des Gehrdener Vogelschießens, des Schützenfestes und an Festtagen (§ 2 Abs. 4) an dem die Schützenbruderschaft teilnimmt, ist die Zugehörigkeit zur Schützenbruderschaft erforderlich.

(5) Jedes Mitglied kann die Königswürde erringen, wenn es das 21. Lebensjahres vollendet hat, die Mitgliedschaft in der Schützenbruderschaft 3 Jahre besteht und er voll geschäftsfähig ist. Die Bestimmungen der Schießordnung finden Anwendung. Bei Abweichungen von Lebensalter und Zugehörigkeit zur Schützenbruderschaft entscheidet der geschäftsführende Vorstand.

(6) Der Schützenkönig wählt eine weibliche Person als Schützenkönigin und ernennt den Königsgast. Der Königsgast unterstützt den König bei der Wahrnehmung seines Amtes; er führt die Geschäfte des Hofstaates am Königstisch. Beide berufen die Mitglieder des Hofstaates –keine gleichgeschlechtlichen Personen.

(7) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Ausschluss oder Austritt aus der Schützenbruderschaft. Der Austritt ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklären. Das ausscheidende Mitglied hat keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen und Entschädigungen.

(8) Verletzt ein Mitglied schuldhaft in grober Weise die Interessen der Schützenbruderschaft, kann es durch Beschluss des Vorstands aus der Schützenbruderschaft ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung des Vorstands muss das Mitglied gehört werden. Der Beschluss ist dem Mitglied mit schriftlicher Begründung mitzuteilen. Gegen den Beschluss kann das Mitglied binnen eines Monats nach Zugang beim Vorstand Einspruch einlegen. Über den Einspruch entscheidet der Ehrenrat endgültig. Über den Ausschluss wird die Mitgliederversammlung unterrichtet.

(9) In der Schießsportabteilung können Frauen als Mitglied aufgenommen werden. Durch die Mitgliedschaft in der Schießsportabteilung kann dieser Personenkreis keine weiteren Recht und Pflichten in der Bruderschaft begründen oder herleiten. Ansonsten gelten die Bestimmungen dieser Satzung für diesen Personenkreis, soweit sie für die Mitgliedschaft in der Schießsportabteilung wesentlich sind.

§ 6

Ehrenmitgliedschaft und Ehrungen von Mitgliedern

(1) Ehrenmitglieder können auf Vorschlag der Mitgliederversammlung oder des Vorstandes durch die Jahreshauptversammlung ernannt werden. Die Ehrenmitgliedschaft gilt auf Lebenszeit, Ehrenmitglieder besitzen alle Mitgliedsrechte.

(2) Geehrt werden Mitglieder, die 25, 40, 50, 60, 70 Jahre und länger der Schützenbruderschaft angehören. Der Nachweis über die Mitgliedschaft in einer anderen Bruderschaft oder Vereinigung mit vergleichbaren Zielen, werden auf die Mitgliedschaft in der Schützenbruderschaft anerkannt.

(3) Die Bestimmungen des § 5 Abs. 7 und 8 finden Anwendung.

§ 7

Rechte und Pflichten

(1) Jedes Mitglied hat das Recht, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen, das Stimmrecht auszuüben und ein Amt im Vorstand zu bekleiden.

(2) Jedes Mitglied hat die Pflicht, die Vereinssatzung und die von der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse zu beachten sowie den von der Mitgliederversammlung festgesetzten Jahresbeitrag gemäß § 9 zu zahlen.

(3) Jedes Mitglied sollte in Schützentracht an den offiziellen Veranstaltungen der Schützenbruderschaft teilnehmen.

(4) Am Begräbnis eines verstorbenen Schützenbruders begleitet ihn auf dem letzten Weg eine Fahnenabordnung der Schützenbruderschaft zur Ehrenbezeugung; es sollte Ehrenpflicht eines jeden Mitglieds sein, am Begräbnis eines verstorbenen Mitglieds der Schützenbruderschaft teilzunehmen.

§ 8

Beiträge

(1) Jedes Mitglied hat einen Jahresbeitrag zu zahlen, dessen Höhe und Fälligkeit von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.

(2) Der Beitrag für das laufende Geschäftsjahr ist spätestens beim Ausscheiden aus der Schützenbruderschaft fällig und zu zahlen.

(3) Mitglieder, die das 70. Lebensjahr vollendet haben oder die Ehrenmitglieder sind, können auf Antrag beitragsfrei gestellt werden.

§ 9

Datenschutzklausel

(1) Mit dem Beitritt eines Mitgliedes nimmt die Schützenbruderschaft personenbezogene Daten auf. Diese Informationen werden in dem vereinseigenen EDV-System gespeichert.

(2) Die personenbezogenen Daten werden dabei durch geeignete und organisatorische Maßnahmen vor der Einsicht- und Kenntnisnahme Dritter geschützt. Sonstige Informationen zu den Mitgliedern und Informationen über Nichtmitglieder werden von der Schützenbruderschaft grundsätzlich nur verarbeitet oder genutzt, wenn sie zur Förderung des Vereinszweckes nützlich sind und keine Anhaltspunkte bestehen, dass die betroffene Person ein schutzwürdiges Interesse hat, das der Verarbeitung oder Nutzung entgegensteht.

(3) Als Mitglied im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. Köln ist die Schützenbruderschaft verpflichtet, die Daten seiner Mitglieder nach vorheriger schriftlicher Einwilligung des einzelnen Mitgliedes in elektronischer oder schriftlicher Form an den Verband zu melden. Liegt keine schriftliche Einwilligung des Mitgliedes vor, unterbleibt die Meldung seiner Daten.

(4) Der Vorstand macht besondere Ereignisse des Vereinslebens bekannt. Dabei können personenbezogene Mitgliederdaten erst nach vorheriger schriftlicher Einwilligung des Mitgliedes veröffentlicht werden. Das einzelne Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand Einwände gegen eine solche Veröffentlichung seiner Daten vorbringen. In diesem Fall unterbleibt in Bezug auf dieses Mitglied eine weitere Veröffentlichung.

(5) Im Zusammenhang mit dem Königschießen, dem Schützenfest, der Jahreshauptversammlung, Berichte über Ehrungen sowie sonstigen satzungsmäßigen Veranstaltungen kann die Schützenbruderschaft Fotos seiner Mitglieder auf ihrer Homepage veröffentlichen und Fotos zur Veröffentlichung an Print- und Telemedien sowie elektronische Medien übermitteln. Die Veröffentlichung/Übermittlung von Daten im Zusammenhang mit Fotos beschränkt sich hierbei auf Name und gfls. Funktion in der Schützenbruderschaft. Die Schützenbruderschaft informiert das Mitglied bzw. die Mitglieder rechtzeitig über eine beabsichtigte Veröffentlichung/Übermittlung und teilt mit, bis zu welchem Zeitpunkt ein schriftlicher Widerspruch zu erfolgen hat. Bei fristgemäßem schriftlichen Widerspruch unterbleibt die Veröffentlichung/Übermittlung.

(6) Macht ein Mitglied glaubhaft, dass es die Mitgliederliste zur Wahrnehmung der satzungsmäßigen Rechte benötigt, gewährt der Vorstand gegen schriftliche Versicherung, dass die Adressen oder sonstige personenbezogene Daten nicht zu anderen Zwecken verwendet werden, Einsicht in das Mitgliederverzeichnis. Die Glaubhaftmachung des berichtigten Interesses hat das Mitglied schriftlich zu begründen.

(7) Beim Austritt oder Tod werden personenbezogene Daten des Mitgliedes aus dem Mitgliederverzeichnis gelöscht. Sämtliche Daten des austretenden oder des verstorbenen Mitgliedes, die die Kassenverwaltung betreffen, werden gemäß den steuergesetzlichen Bestimmungen bis zu zehn Jahre ab der schriftlichen Bestätigung des Austritts oder ab Sterbedatum durch den Vorstand aufbewahrt.

(8) Jedes Mitglied hat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (insbesondere §§ 34, 35) das Recht auf Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten, deren Empfänger

und den Zweck der Speicherung sowie auf Berichtigung, Löschung oder Sperrung seiner Daten.

§ 10

Organe der Schützenbruderschaft

Organe der Schützenbruderschaft sind die Mitgliederversammlung, der geschäftsführende Vorstand, der Vorstand und der Ehrenrat.

§ 11

Mitgliederversammlung

(1) Die Jahreshauptversammlung als ordentliche Mitgliederversammlung sollte um den 20. Januar eines jeden Jahres oder an dem darauffolgenden Samstag stattfinden. Zu ihr lädt der Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen ein.

(2) Die Einladung ist fristgerecht in den ortsüblichen Tageszeitungen, in dem für das Stadtgebiet Brakel erscheinenden Amtsblatt oder durch Aushang an der Anschlagtafel des Bürgerhauses Gehrden zu veröffentlichen.

(3) Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

(4) Die Versammlung wird vom Ersten Brudermeister, im Falle seiner Verhinderung, von seinem Vertreter geleitet.

(5) Stimmberechtigt ist jedes Mitglied, welches im 16. Lebensjahr steht.

(6) Zur Annahme eines Antrags (ausgenommen des Antrags auf schriftliche Abstimmung) ist eine zwei Drittel (2/3) Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich, soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt. Dem Antrag auf schriftliche Abstimmung von zehn von Hundert (10 %) der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder ist Folge zu leisten.

(7) Bei Wahlen ist derjenige gewählt, der die meisten der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Bei Wahlen zum geschäftsführenden Vorstand ist im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich. Ist dies nicht der Fall, so gehen die beiden Erstplazierten in eine Stichwahl. Im zweiten Wahlgang ist derjenige gewählt, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit erfolgt ein dritter Wahlgang. Bei weiterer Stimmengleichheit entscheidet das Los.

(8) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom jeweiligen Schriftführer und Ersten Brudermeister zu unterzeichnen ist. Dabei sind Ort und Zeit der Versammlung sowie das jeweilige Abstimmungsergebnis festzuhalten.

(9) Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich Anträge stellen und eine Erweiterung der Tagesordnung beantragen. Der Antrag ist bzw. die Anträge sind zu Beginn der Mitgliederversammlung bekannt zu machen, über die Zulassung des Antrages / der Anträge und Erweiterung der Tagesordnung ist abzustimmen.

(10) Der Mitgliederversammlung obliegt insbesondere:

1. Wahl des Vorstandes

2. Wahl von zwei Rechnungsprüfern

3. Wahl des Ehrenrates

4. Entgegennahme der Berichte des Vorstands und der Rechnungsprüfer

5. Besprechung des Jahresprogramms

6. Entlastung des Vorstands nach Rechnungslegung

7. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

8. Änderung der Satzung

9. Auflösung der Schützenbruderschaft

(11) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung hat der Erste Brudermeister, im Falle seiner Verhinderung, sein Vertreter einzuberufen, wenn das Interesse der Schützenbruderschaft es erfordert oder wenn ein Zehntel (1/10) der stimmberechtigten Mitglieder dieses schriftlich unter Angabe von Gründen fordern.

§ 12

Satzungsänderung

(1) Zur Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von drei Viertel (3/4) der abgegebenen Stimmen erforderlich, wobei wenigstens ein Drittel (1/3) der Mitglieder anwesend sein müssen.

(2) Der Vorstand ist verpflichtet, bei Einladungen zur Mitgliederversammlung die vorgesehenen Satzungsänderungen als besonderen Tagesordnungspunkt aufzuführen und kurz zu begründen.

(3) Sind in der Mitgliederversammlung, die über Satzungsänderungen der Schützenbruderschaft entscheiden soll, nicht ein Drittel (1/3) der Mitglieder anwesend, so ist zu einer neuen Mitgliederversammlung innerhalb eines Monats, mit der Angabe des neuen Termins, einzuladen.

(4) Diese Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Anzahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Der Beschluss bedarf einer drei Viertel (¾) Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

(5) Die Bestimmungen des § 11 Abs. 1 und 2 finden Anwendung

§ 13

Vorstand

(1) Der geschäftsführende Vorstand ist auch gesetzlicher Vorstand im Sinne des § 26 BGB und besteht aus dem

1. Vorsitzenden als Oberst der Bruderschaft und Erster Brudermeister

2. Stellvertretenden Vorsitzenden als Oberst der Jungschützen und Jungschützenmeister

3. Geschäftsführer (Kassierer)

4. Schriftführer als stellvertretender Geschäftsführer

5. Vorsitzender der Abteilung Sportschützen

(2) Der geistliche Präses hat jederzeit das Recht, an der Sitzung des geschäftsführenden und erweiterten Vorstandes beratend teilzunehmen. Geistlicher Präses der Bruderschaft ist in der Regel der ortsansässige Pastor / Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Gehrden.

(3) Die Schützenbruderschaft wird gem. § 26 BGB durch zwei Vorstandsmitglieder gerichtlich und außergerichtlich vertreten.

(4) Im Einzelfall kann der geschäftsführende Vorstand die Vertretungsregelung festlegen.

(5) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die offen zu legen ist. Er ist für alle Angelegenheiten der Schützenbruderschaft zuständig, soweit sie nicht einem anderen Organ der Schützenbruderschaft durch Satzung zugewiesen sind.

(6) Die Einberufung des geschäftsführenden Vorstands erfolgt durch den Vorsitzenden der Schützenbruderschaft.

§ 14

Erweiterter Vorstand

(1) Der erweiterte Vorstand der Schützenbruderschaft besteht aus

a) stimmberechtigten Mitgliedern, und zwar:

1. Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes (§ 13 Abs. 1)

2. Fähnriche der Alt- und Jungschützen

3. Fahnenoffiziere der Alt- und Jungschützen

4. 2. Vorsitzender der Abteilung Sportschützen

5. Königsoffiziere.

b) beratenden Mitgliedern, und zwar:

6. amtierender Schützenkönig

7. Königsgast

8. Jugendprinzen

9. Präses der Bruderschaft

10. ernannte Beisitzer

11. Ehrenobristen und Ehrenoffiziere

12. weiter vom Vorstand zu berufene Mitglieder für Organisation und Sonderaufgaben.

(2) Die Bestimmungen des § 13 finden Anwendung.

(3) Die Abteilung Jungschützen wählt ihren eigenen Vorstand bestehend aus:

1. Oberst der Jungschützen (gleichzeitig Stellv. des Oberst der Bruderschaft, vgl. § 13 Abs. 1 Ziffer 2)

2. Fähnerich

3. zwei Fahnenoffiziere.

(4) Die Abteilung Jungschützen führt eine eigene Kasse. Die Rechnungslegung erfolgt jährlich nach Abschluss des Geschäftsjahres gegenüber dem Geschäftsführer (Kassierer) der Bruderschaft. Die jährliche Kassenprüfung erfolgt durch die gewählten Kassenprüfer der Abteilung, alternativ der Kassenprüfer der Bruderschaft.

(5) Die Abteilung der Sportschützen wählt ihren eigenen Vorstand bestehend aus:

1. erster Vorsitzender und damit Mitglied im geschäftsführenden Vorstand (vgl. § 13 Abs. 1 Ziffer 5)

2. zweiter Vorsitzender als stimmberechtigtes Mitglied im erwei-terten Vorstand der Bruderschaft (vgl. § 14 Abs.1a Ziffer 4)

3. Schriftführer

4. Kassierer.

(6) Die Abteilung Sportschützen führt eine eigene Kasse. Die Rechnungslegung erfolgt jährlich nach Abschluss des Geschäftsjahres gegenüber dem Geschäftsführer (Kassierer) der Bruderschaft. Die jährliche Kassenprüfung erfolgt durch die gewählten Kassenprüfer der Abteilung, alternativ der Kassenprüfer der Bruderschaft.

(7) Die Entgegennahme des Berichts des Vorstandes beider Abteilungen und der Rechnungsprüfer sowie die Entlastung des Vorstandes nach Rechnungslegung erfolgt in der Mitgliederversammlung der Abteilungen und rechtsverbindlich in der Mitgliederversammlung der Bruderschaft.

(8) Im Übrigen finden die Bestimmungen dieser Satzung für die Abteilung Jungschützen und Sportschützen Anwendung.

§ 15

Wahl und Amtsdauer des Vorstands

(1) Die Mitglieder des Vorstands –mit Ausnahme des Präses- werden durch die Mitgliederversammlung für die Dauer von jeweils vier Jahren gewählt. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Eine Zusammenlegung von Vorstandsämtern (Ämterhäufung) ist nicht möglich. Als Ausnahmeregelung gilt es im Fall des § 16 Abs. 2 u. 5 sowie für die Aufgabe des Schießmeisters für das Brauchtumsschießen.

(2) Die Wahlen von dem 1. Vorsitzenden und dem Schriftführer finden in den Jahren mit gerader Jahreszahl statt, ebenso die der Fahnenabordnungen und Dechen der Altschützen. Die Wahlen des 2. Vorsitzenden und des Geschäftsführers (Kassierer) finden im darauf folgenden Jahr statt. In diesem Jahr ist auch der Vorstand der Jungschützen zu wählen.

(3) Der 2. Vorsitzende ist auch Jungschützenmeister und sein Vertreter wird von der Mitgliederversammlung der Jungschützen nach der Satzung des Bundes der St. Sebastianus-Schützenjugend (BdSJ) gewählt. Die Wahl bedarf der Bestätigung der Mitgliederversammlung.

(4) Der Schießmeister für das Brauchtumsschießen wird vom Vorstand (vgl. § 13 ff) mit 2/3 Mehrheitsbeschluss aus seinen Reihen bestimmt.

(5) Einem Vorstandsmitglied kann in der Mitgliederversammlung das Misstrauen ausgesprochen werden, wenn ein entsprechender Antrag von mindestens einem Zehntel (1/10) der stimmberechtigten Mitglieder der Schützenbruderschaft vorliegt und mindestens zwei Drittel (2/3) der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der Schützenbruderschaft diesem zustimmen.

(6) Mit Beendigung der Mitgliedschaft in der Schützenbruderschaft erlischt auch die Mitgliedschaft im Vorstand.

(7) Eine Wahl bei Abwesenheit eines Kandidaten ist zulässig, wenn eine schriftliche Annahmeerklärung des Kandidaten vorliegt.

(8) Beim vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit spätestens auf der nächsten Jahreshauptversammlung.

§ 16

Der gesetzliche Vorstand

(1) Brudermeister, auch Oberst und 1. Vorsitzender:

Der Brudermeister leitet und repräsentiert die Sankt Sebastian Schützenbruderschaft. Er ist Mitglied im Bezirksbruderrat des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Bezirksverbandes Warburg. Ebenso ist er Mitglied in der Abteilung Schießsport.

(2) Oberst der Jungschützen und stellvertretender Vorsitzender:

Der stellvertretende Vorsitzende ist als Oberst der Jungschützen Mitglied im geschäftsführenden Vorstand und vertritt den Oberst. Er vertritt die Interessen der Jungschützenabteilung im geschäftsführenden Vorstand.

(3) Geschäftsführer (Kassierer):

Der Geschäftsführer als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes führt und verantwortet die Kasse der Bruderschaft sowie unmittelbar die Kasse der Altschützen. Die Kassierer der Abteilungen berichten an ihn.

(4) Schriftführer:

Der Schriftführer als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes ist für den gesamten Schriftverkehr sowie die Protokollierung der Sitzungen und jährlichen Mitgliederversammlung verantwortlich.

(5) Erster Vorsitzender der Schießsportabteilung:

Der erste Vorsitzende der Schießsportabteilung als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes ist für das Sportschießen der Bruderschaft verantwortlich. Er vertritt die Interessen der Abteilung Sportschützen im geschäftsführenden Vorstand.

(6) Vorstand Bruderschaft und Abteilungen:

Die Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten werden in der Geschäftsordnung des Vorstandes der Bruderschaft und Abteilungen geregelt.

§ 17

Präses

Der Präses wahrt die kirchlichen, geistlichen und kulturellen Aufgaben des Bundes innerhalb der St. Sebastian-Schützenbruderschaft Gehrden.

§ 18

Ehrenrat

(1) Der Ehrenrat besteht aus drei Mitgliedern der Schützenbruderschaft die mindestens vierzig (40) Jahre der Schützenbruderschaft angehören und die durch die Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählt werden. Sie sollten möglichst über Erfahrung in der Vorstandsarbeit der Bruderschaft verfügen. Eine Wiederwahl ist zulässig.

(2) Vorstandsmitglieder können dem Ehrenrat nicht angehören.

(3) Der Ehrenrat kann vom Vorstand und/oder von den betroffenen Mitgliedern angerufen werden.

(4) Streitigkeiten zwischen Mitgliedern und der Schützenbruderschaft werden vom Ehrenrat endgültig entschieden.

(5) Der Ehrenrat ist in seinen Entscheidungen frei und nicht weisungsgebunden.

§ 19

Kassenprüfer

(1) Es werden zwei Kassenprüfer für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Hierbei ist darauf zu achten, dass im Wechsel jeweils nur ein Kassenprüfer neu gewählt wird. Eine unmittelbare Wiederwahl ist nicht zulässig.

(2) Die gewählten Kassenprüfer haben die Richtigkeit der Kassen- und Kontostände festzustellen und im Bericht zu bestätigen. Weiterhin haben Sie die Kassengeschäfte der Schützenbruderschaft nach Ablauf eines Kalenderjahres zu prüfen und einen Prüfungsbericht abzugeben. Das Prüfungsrecht der Kassenprüfer erstreckt sich auf die Überprüfung eines ordentlichen Finanzgebarens, ordnungsgemäßer Kassenführung, Überprüfung des Belegwesens. Die Tätigkeit erstreckt sich auf die rein rechnerische Überprüfung, jedoch nicht auf die sachliche Fertigung von getätigten Einnahmen und Ausgaben.

(3) Auf Grund eines Vorstandsbeschlusses –sowohl des geschäftsführenden als auch erweiterten Vorstandes- oder Beschlusses der Mitgliederversammlung kann außerhalb der jährlichen Prüfungstätigkeit weitere Kassenprüfungen aus begründetem Anlass vorgenommen werden.

§ 20

Kirchliche Angelegenheiten

(1) Die Bruderschaft lässt alljährlich für die Verstorbenen der Schützenbruderschaft zwei Heilige Messen lesen, die eine zur Generalversammlung sowie zum Schützenfest.

(2) Die Heiligen Messen werden in der Regel vom Präses der Schützenbruderschaft in der Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ zu Gehrden zelebriert.

(3) In den jeweiligen Heiligen Messen halten die Schützenbrüder Opfergang in der Regel um den Hochaltar. Die Fahnenabordnungen nehmen im Hoch-Chor vor dem Hochaltar Aufstellung.

§ 21

Vermögen der Schützenbruderschaft und Rechnungslegung

(1) Das Vermögen der Schützenbruderschaft und die Kasse werden vom Geschäftsführer verwaltet.

(2) Zeichnungsberechtigungen bei Zahlungsgeschäften sowie Verfügungs-gewalt über Konten der Schützenbruderschaft sind in der Geschäftsordnung geregelt.

§ 22

Kunst und Kultur

Der Vorstand hat darüber zu wachen, dass Besitz, Eigentum, Gegenstände der Bruderschaft von künstlerischem und historischem Wert sowie Urkunden, Protokoll- und Kassenbücher sorgfältig aufbewahrt werden.

§ 23

Soziale Fürsorge

(1) Die Schützenbruderschaft schließt für ihre Mitglieder eine Haftpflicht- und Unfallversicherung für die eigenen Veranstaltungen der Schützenbruderschaft sowie bei offizieller Teilnahme bei auswärtigen Veranstaltungen ab.

(2) Bedürftigen Mitgliedern kann der Beitrag ganz oder teilweise erlassen werden. Hierüber entscheidet der Vorstand.

§ 24

Auflösung der Schützenbruderschaft

(1) Für die Auflösung der Schützenbruderschaft ist eine Mehrheit von drei Viertel (¾) der stimmberechtigten Mitglieder erforderlich, wobei mindestens zwei Drittel (2/3) der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein müssen.

(2) Zur Auflösung muss ein schriftlicher Antrag vorliegen. Dieser muss Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung sein.

(3) Sind in der Mitgliederversammlung, die über die Auflösung der Schützenbruderschaft entscheiden soll, nicht zwei Drittel (2/3) der Mitglieder anwesend, so ist zu einer neuen Mitgliederversammlung innerhalb eines Monats, mit der Angabe des neuen Termins, einzuladen. Diese Mitgliederversammlung ist in jedem Falle beschlussfähig. Der Beschluss bedarf einer drei Viertel (¾) Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Kommt in dieser Mitgliederversammlung der erforderliche Mehrheitsbeschluss nicht zustande, ist die Mitgliederversammlung zu schließen und unmittelbar daran eine neue Mitgliederversammlung ohne Einhaltung von Ladungsfristen einzuberufen.

(4) In dieser Mitgliederversammlung genügt zur Auflösung der Schützenbruderschaft eine einfache Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

(5) Im Falle der Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Katholische Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul Gehrden oder deren steuerbegünstigte Rechtsnachfolgerin mit der Maßgabe, dass diese (nachfolgend als zuständige Pfarrei genannt) das Vermögen unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden und die Inventarien, z.B. Fahnen, Königssilber, Urkunden, Protokollbücher usw. sicher aufzubewahren hat.

(6) Über das Inventar ist ein Verzeichnis anzulegen, welches der zuständigen Pfarrei zu übergeben ist.

(7) Für den Fall der Durchführung einer Auflösung sind die bisherigen vertretungsberechtigten Vorstände die Liquidatoren, soweit die Mitgliederversammlung keine anderweitige Entscheidung trifft.

(8) Im Falle der Neugründung einer Schützenbruderschaft mit gleicher Zielsetzung, muss die zuständige Pfarrei die Inventarien dieser neu gegründeten, steuerbegünstigten Schützenbruderschaft übergeben.

§ 25

Inkrafttreten

(1) Diese Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung am …............. im Bürgerhaus in Gehrden beschlossen. Die Satzung tritt nach Eintragung im Vereinsregister beim zuständigen Amtsgericht (Amtsgericht Paderborn) in Kraft.

(2) Alle vorangegangenen Satzungen, Statuten und Geschäftsordnungen verlieren damit ihre Gültigkeit.

(3) Der Vorstand im Sinne des § 13 Abs. 3 beantragt gem. § 77 BGB durch öffentlich beglaubigte Erklärung die Eintragung im Vereinsregister sowie die Aufhebung / Löschung der vorangegangenen Satzungen bzw. Statuten beim zuständigen Amtsgericht.

Gehrden, den

Karl Hoemann (erster Vorsitzender und Oberst der Bruderschaft)

Henrik Wagener (stellv. Vorsitzender und Oberst der Jungschützen)

Thorsten Wolff (Geschäftsführer)

Michael Hanewinkel (Schriftführer und stellv. Geschäftsführer)